Kraft-Wärme-Kopplung mit Spezialgasen: Notwendigkeiten in Chancen verwandeln

KWK aus Spezialgasen stellt einen strategischen Vorteil für Unternehmen dar, die in der Erdölförderung und im Bergbau tätig sind. Vor allem Ölbrunnen zeichnen sich durch das natürliche Vorkommen von Gasen, vor allem Methan, aus.

Assoziiertes Erdölgas stellt bei der Förderung ein Problem dar, weil es die Umgebung der Förderstätte bei seinem Austritt unter Druck sättigen und Umweltschäden verursachen kann. Um es zu beseitigen, wird das Gas häufig abgefackelt. Es zu kontrollieren und zu nutzen, stellt aber eine große Chance dar, vor allem für KWK-Anlagen, die mit diesen Spezialgasen gespeist werden. Der mit KWK aus Erdölgas erzeugte Strom kann direkt an den Förderstätten verwendet werden, zum Beispiel für den Betrieb der Pumpanlagen, während die Wärmeenergie für das erste „Separationsverfahren“ des Erdöls eingesetzt wird, um es zur Erleichterung der Pumparbeiten in einem flüssigen Zustand zu halten. Die KWK aus Spezialgasen wird immer häufiger auch im Kohlebergbau eingesetzt. Auch bei diesem Abbau wird Methan freigesetzt, das aus Sicherheitsgründen und als wirtschaftliche Chance sehr vorteilhaft für die Kraft-Wärme-Kopplung genutzt werden kann.